Opstart
Opstart ist eine italienische Equity-Crowdinvesting-Plattform für Startup-Beteiligungen ab 200 € mit ECSP-Zulassung der CONSOB.
- Gründungsjahr
- 2015
- Instrumente
- Anteile
- Sprachen
- Englisch, Italienisch
Über Opstart
Opstart ist eine italienische Crowdinvesting-Plattform, die sich auf Eigenkapitalbeteiligungen (Equity) an Wachstums-Startups spezialisiert hat. Die Plattform wurde 2015 gegründet und hat ihren Sitz in Bergamo, Italien. Betreiber ist die Opstart S.R.L. Für deutsche Anleger ist Opstart als grenzüberschreitende Plattform zugänglich, da das Unternehmen über eine ECSP-Zulassung der italienischen Aufsichtsbehörde Commissione Nazionale per le Società e la Borsa (CONSOB) verfügt (Zulassungsnummer: 8156006611418D6FF002). Durch den EU-Pass unter der Verordnung (EU) 2020/1503 darf Opstart auch in Deutschland Schwarmfinanzierungen anbieten, ohne eine gesonderte BaFin-Zulassung zu benötigen.
Das Geschäftsmodell von Opstart unterscheidet sich grundlegend von klassischen P2P-Kreditplattformen: Anleger erwerben keine Darlehen, sondern Eigenkapitalbeteiligungen (Equity) an jungen Wachstumsunternehmen. Damit partizipieren sie direkt am wirtschaftlichen Erfolg – oder Misserfolg – der finanzierten Startups. Dieses Modell beinhaltet ein vergleichsweise hohes Risiko, bietet im Erfolgsfall jedoch überproportionale Renditechancen. Opstart für deutsche Anleger ist somit primär ein Angebot für erfahrene Investoren, die gezielt in frühphasige Unternehmen investieren möchten und die damit verbundenen Risiken kennen und tragen können.
Die Plattform richtet sich an Retail-Investoren und ermöglicht einen Einstieg bereits ab 200 Euro pro Investment. Alle Investments werden in Euro abgewickelt, was für deutsche Anleger eine direkte Währungsumrechnung überflüssig macht. Die Kommunikation auf der Plattform erfolgt auf Englisch und Italienisch; eine deutschsprachige Oberfläche ist nicht verfügbar. Eine mobile App oder ein Auto-Invest-Feature steht nicht zur Verfügung, ebenso wenig ein Zweitmarkt – Beteiligungen können also nicht vorzeitig veräußert werden. Öffentlich zugängliche aggregierte Statistiken zum Dealflow oder zu historischen Renditen werden von Opstart nicht veröffentlicht.
Als Equity-Crowdinvesting-Plattform unterscheidet sich Opstart von schuldenbasierten Modellen auch steuerrechtlich: Erträge aus Beteiligungen (z. B. durch Exits oder Dividenden) unterliegen in Deutschland grundsätzlich der Abgeltungsteuer von 25 % zuzüglich Solidaritätszuschlag (effektiv ca. 26,375 %). Da Opstart keine deutsche Plattform ist, erfolgt kein automatischer Steuereinbehalt – Anleger müssen ihre Erträge eigenverantwortlich in der Anlage KAP ihrer Steuererklärung angeben. Verluste aus dem Totalausfall einer Beteiligung sind steuerlich nur eingeschränkt verrechenbar.
Wie funktioniert Opstart?
Anleger registrieren sich auf opstart.com und durchlaufen eine KYC-Identitätsprüfung sowie einen Angemessenheitstest gemäß ECSP-Regulierung. Nach erfolgreicher Kontoeröffnung können Anleger laufende Startup-Kampagnen einsehen und ab 200 Euro in Eigenkapitalanteile investieren. Die Investments werden in Euro abgewickelt. Sobald eine Finanzierungsrunde ihr Ziel erreicht, wird das Kapital an das jeweilige Startup ausgezahlt. Erträge für Investoren entstehen typischerweise durch einen späteren Exit des Unternehmens (z. B. Verkauf oder IPO) oder durch Dividenden. Ein Auto-Invest-Feature, ein Zweitmarkt oder eine Rückkaufgarantie existieren nicht – Beteiligungen sind langfristig und illiquide. Auszahlungen erfolgen im Erfolgsfall über die Plattform.
Wie eröffnet man ein Konto bei Opstart?
- 1
Registrierung auf opstart.com
Rufen Sie opstart.com auf und starten Sie die Anmeldung. Geben Sie Ihre E-Mail-Adresse und ein sicheres Passwort ein. Die Plattform ist auf Englisch und Italienisch verfügbar. Nach der Registrierung erhalten Sie eine Bestätigungs-E-Mail zur Aktivierung Ihres Kontos.
- 2
KYC-Identitätsprüfung
Laden Sie ein gültiges Ausweisdokument (Personalausweis oder Reisepass) sowie ggf. einen Adressnachweis hoch. Die Identitätsprüfung ist gesetzlich vorgeschrieben und dauert in der Regel wenige Werktage. Ohne abgeschlossene KYC-Prüfung ist keine Investition möglich.
- 3
Angemessenheitstest (ECSP)
Gemäß der EU-Schwarmfinanzierungsverordnung (ECSP) müssen Anleger einen Angemessenheitstest absolvieren. Opstart prüft dabei Ihre Anlageerfahrung, Ihre finanzielle Situation und Ihre Risikobereitschaft. Das Ergebnis bestimmt, ob und in welchem Umfang Sie als Retail-Investor investieren dürfen.
- 4
Erste Einzahlung vornehmen
Überweisen Sie Kapital per SEPA-Banküberweisung auf Ihr Opstart-Konto. Der Mindesteinzahlungsbetrag orientiert sich am Mindest-Investment von 200 Euro. Beachten Sie, dass keine automatische Abgeltungsteuer einbehalten wird – Sie sind selbst für die Steuererklärung zuständig.
- 5
Erste Investition tätigen
Wählen Sie aus den aktiven Startup-Kampagnen auf der Plattform. Lesen Sie das Informationsdokument (KID/KIIS) sorgfältig. Investieren Sie mindestens 200 Euro in eine Equity-Beteiligung Ihrer Wahl und bestätigen Sie die Transaktion. Ihr Investment ist anschließend langfristig gebunden.
Ein- und Auszahlungen
- Einzahlungsmethoden
- SEPA-Banküberweisung
- Auszahlungsmethoden
- SEPA-Banküberweisung
- Einzahlungsdauer
- 1–3 Werktage
- Auszahlungsdauer
- Keine Angabe
- Mindesteinzahlung
- 200 €
Da kein Zweitmarkt existiert, ist ein vorzeitiger Kapitalabzug aus laufenden Beteiligungen nicht möglich. Rückzahlungen erfolgen ausschließlich im Rahmen eines Exits oder einer Dividendenausschüttung. Konkrete Gebühren für Einzahlungen oder Auszahlungen werden von Opstart nicht öffentlich ausgewiesen. Währungsumrechnung ist nicht relevant, da alle Investments in Euro erfolgen.
Gebühren und Entgelte
| Posten | Betrag |
|---|---|
Investition Opstart veröffentlicht keine konkreten Gebührentabellen für Anleger. | Keine Angabe |
Auszahlung | Keine Angabe |
Währungswechsel Alle Investments werden in Euro abgewickelt. | Nicht zutreffend |
Zweitmarkt Es existiert kein Zweitmarkt; Beteiligungen können nicht weiterverkauft werden. | Nicht verfügbar |
Inaktivitätsgebühr | Keine Angabe |
Historische Rendite
Die Rendite von Opstart ist nicht in Form einer garantierten Verzinsung angegeben, da es sich um Eigenkapitalbeteiligungen (Equity) an Startups handelt. Potenzielle Erträge entstehen durch den Wertzuwachs der Beteiligung und werden typischerweise erst bei einem Exit – also dem Verkauf des Unternehmens, einem Börsengang oder einer Folgefinanzierungsrunde – realisiert. Aggregierte historische Renditedaten veröffentlicht Opstart nicht. Die Plattform macht keine Angaben zu durchschnittlichen Renditen oder Ausfallquoten. Anleger sollten sich bewusst sein, dass Startup-Investitionen zu den risikoreichsten Anlageformen überhaupt zählen: Ein Totalverlust der Beteiligung ist möglich und statistisch bei einem erheblichen Teil aller Startup-Investments die Realität. Kein Investment auf Opstart ist durch eine Einlagensicherung oder Rückkaufgarantie geschützt. Opstart Rendite-Erwartungen sollten daher ausschließlich auf einem breiten Portfolio und einer langen Anlagehorizontplanung basieren.
Für welchen Anleger ist Opstart geeignet?
Opstart ist für konservative Anleger nicht geeignet. Startup-Equity-Investments sind hochriskant, vollständig illiquide und ohne jede Kapitalgarantie. Ein Totalverlust ist realistisch. Diese Anlageform passt nicht zu einem sicherheitsorientierten Anlegerprofil.
Für moderat ausgerichtete Anleger ist Opstart allenfalls als sehr kleiner Depotbestandteil denkbar. Das Risiko-Rendite-Profil von Startup-Beteiligungen übersteigt in der Regel die Risikobereitschaft eines ausgewogenen Investors deutlich.
Für risikobereite Anleger mit langem Anlagehorizont und bestehendem Erfahrungsschatz im Venture-Bereich kann Opstart zur Diversifikation des Portfolios beitragen. Die Illiquidität und das Totalverlustrisiko müssen bewusst akzeptiert werden.
Ist Opstart sicher und reguliert?
Ist Opstart seriös? Opstart ist insofern seriös, als die Plattform über eine offizielle ECSP-Zulassung der italienischen Finanzmarktaufsicht CONSOB verfügt (Zulassungsnummer: 8156006611418D6FF002). Durch den EU-Pass unter der Verordnung (EU) 2020/1503 ist Opstart berechtigt, auch deutschen Anlegern grenzüberschreitend Crowdinvesting-Dienstleistungen anzubieten. Die BaFin beaufsichtigt Opstart jedoch nicht direkt – die Heimataufsicht ist die CONSOB. Anleger genießen durch die ECSP-Regulierung standardisierte Informationspflichten und Anlegerschutzstandards, darunter einen Angemessenheitstest und verpflichtende Anlegerinformationsblätter (KIIS).
Wichtiger Hinweis: Es besteht keine gesetzliche Einlagensicherung für Investments auf Opstart. Eine Rückkaufgarantie oder ein Rückstellungsfonds existieren nicht. Im Falle einer Insolvenz von Opstart S.R.L. oder der finanzierten Startups besteht das Risiko eines vollständigen Kapitalverlusts. Öffentlich zugängliche Auditberichte oder Jahresabschlüsse werden von Opstart nicht veröffentlicht. Bekannte schwerwiegende Vorfälle liegen zum Zeitpunkt der Erstellung dieser Analyse nicht vor.
Lizenzen und Regulierung
| Regulierungsbehörde | Nummer | Land | Prüfen |
|---|---|---|---|
Commissione Nazionale per le Societa e la Borsa | 8156006611418D6FF002 | Italien | Quelle |
Nutzerbewertungen
Alle Bewertungen ansehenWo Sie Opstart finden
- Hauptsitz
- Bergamo, Italien
Konkrete Support-Kontaktdaten wie E-Mail-Adresse oder Telefonnummer werden von Opstart nicht öffentlich ausgewiesen; Anfragen sind über die Plattform unter opstart.com zu stellen.