Conda
Conda ist eine österreichische ECSP-zugelassene Equity-Crowdfunding-Plattform für Startup-Investments ab 100 Euro, ohne Auto-Invest oder Zweitmarkt.
- Gründungsjahr
- 2017
- Instrumente
- Anteile
- Sprachen
- Englisch, Deutsch
Über Conda
Conda ist eine österreichische Crowdinvesting-Plattform mit Sitz in Wien, die sich auf die Beteiligung an Wachstums-Startups spezialisiert hat. Die Plattform wurde 2017 von der zero21 Funding Services GmbH gegründet und richtet sich an Privatanleger, die bereits ab 100 Euro in junge Unternehmen investieren möchten. Conda in Deutschland und dem gesamten europäischen Raum ist über die ECSP-Zulassung (Lizenznummer 596688h) der österreichischen Finanzmarktaufsicht (FMA) tätig. Diese Zulassung als Schwarmfinanzierungsdienstleister nach der EU-Verordnung (EU) 2020/1503 erlaubt es der Plattform, ihre Dienste auch grenzüberschreitend in anderen EU-Mitgliedstaaten anzubieten.
Das Geschäftsmodell von Conda basiert auf Equity Crowdfunding: Investoren erwerben Unternehmensanteile oder vergleichbare Beteiligungsinstrumente an ausgewählten Startups. Die Plattform fungiert damit als Online-Community, über die Wachstumsunternehmen direkt Kapital von einer breiten Investorenbasis einsammeln können, ohne den klassischen Weg über Risikokapitalgeber oder Banken gehen zu müssen. Alle Investitionen werden in Euro abgewickelt. Eine Besonderheit des Modells liegt in der Verbindung aus Kapitalaufnahme und Community-Aufbau für die finanzierten Unternehmen.
Im Unterschied zu klassischen P2P-Kredit-Plattformen bietet Conda ausschließlich Eigenkapitalbeteiligungen an. Anleger werden damit zu Anteilseignern oder nachrangigen Gläubigern der jeweiligen Startups. Zu beachten ist, dass weder ein Auto-Invest-Feature noch ein Zweitmarkt angeboten werden. Investitionsentscheidungen müssen stets manuell getroffen werden, und eine vorzeitige Veräußerung der erworbenen Anteile ist über die Plattform nicht möglich. Ebenfalls steht keine mobile App zur Verfügung; der Zugang erfolgt ausschließlich über den Webbrowser.
Die Plattformsprachen sind Deutsch und Englisch, was den Zugang für deutschsprachige Anleger erleichtert. Aggregierte Portfoliostatistiken oder ein öffentlich einsehbares Deal-Flow-Archiv werden von Conda nicht veröffentlicht, was die externe Bewertung der historischen Performance einschränkt. Anleger sollten sich bewusst sein, dass Investitionen in Startups zu den risikoreichsten Anlageklassen zählen: Totalverluste sind möglich, und Erträge sind stark von der Unternehmensentwicklung abhängig. Conda Erfahrungen aus der Community zeigen ein gemischtes Bild, das sowohl positive Erlebnisse mit dem Investmentprozess als auch ernsthafte Kritik an Kommunikation und Insolvenzen finanzierter Unternehmen umfasst.
Wie funktioniert Conda?
Anleger registrieren sich auf conda.at und durchlaufen einen Identitätsprüfungsprozess (KYC) sowie einen gesetzlich vorgeschriebenen Angemessenheitstest. Nach erfolgreicher Verifizierung und Einzahlung in das persönliche Wallet können Investoren die aktuell auf der Plattform präsentierten Startup-Kampagnen manuell durchsuchen und gezielt auswählen. Ab einem Mindestbetrag von 100 Euro erwirbt der Anleger eine Eigenkapitalbeteiligung oder ein vergleichbares Instrument am jeweiligen Startup. Laufende Erträge wie Zinsen oder Gewinnbeteiligungen hängen vollständig vom Erfolg des finanzierten Unternehmens ab. Ein Auto-Invest-Tool und ein Zweitmarkt für den vorzeitigen Ausstieg existieren nicht. Rückzahlungen oder Ausschüttungen erfolgen nach den jeweils vereinbarten Konditionen der Kampagne, sofern das Unternehmen wirtschaftlich erfolgreich ist.
Wie eröffnet man ein Konto bei Conda?
- 1
Registrierung auf conda.at
Rufen Sie conda.at auf und klicken Sie auf den Anmelde- bzw. Login-Button. Geben Sie Ihre E-Mail-Adresse und ein sicheres Passwort ein. Nach der Bestätigung der Registrierungs-E-Mail ist Ihr Konto angelegt und Sie können mit der Verifizierung beginnen.
- 2
Identitätsprüfung (KYC)
Laden Sie ein gültiges Ausweisdokument (Personalausweis oder Reisepass) sowie ggf. einen Adressnachweis hoch. Die Prüfung erfolgt digital und ist gesetzlich nach den Anforderungen der EU-Schwarmfinanzierungsverordnung ECSP verpflichtend, bevor Investitionen getätigt werden können.
- 3
Angemessenheitstest absolvieren
Als ECSP-regulierte Plattform ist Conda verpflichtet, Ihre Anlageerfahrung und Risikobereitschaft zu ermitteln. Beantworten Sie den Wissensfragebogen sorgfältig und ehrlich. Bei unzureichender Erfahrung kann die Plattform einen Warnhinweis ausgeben; Sie können dennoch investieren, tragen aber das volle Risiko.
- 4
Guthaben einzahlen
Zahlen Sie Ihr gewünschtes Startkapital per SEPA-Überweisung auf Ihr Conda-Wallet ein. Warten Sie die Gutschrift ab, die in der Regel wenige Werktage dauert. Ein Mindesteinzahlungsbetrag entsprechend dem Mindestinvestment von 100 Euro ist zu beachten.
- 5
Erste Investition tätigen
Durchsuchen Sie die aktiven Startup-Kampagnen auf der Plattform, lesen Sie das Informationsdokument (KIID/Investoreninformationsblatt) sorgfältig und wählen Sie ein Projekt aus. Geben Sie den gewünschten Betrag ab 100 Euro ein und bestätigen Sie Ihre Investitionsentscheidung manuell.
Ein- und Auszahlungen
- Einzahlungsmethoden
- SEPA-Überweisung
- Auszahlungsmethoden
- SEPA-Überweisung auf das verknüpfte Bankkonto
- Einzahlungsdauer
- 1–3 Werktage
- Auszahlungsdauer
- Keine Angabe
- Mindesteinzahlung
- 100 €
Conda arbeitet mit einem persönlichen Wallet, auf das Anleger per SEPA überweisen. Nicht investiertes Guthaben kann zurückgebucht werden. Gebühren für Einzahlungen und Auszahlungen werden von Conda nicht explizit ausgewiesen; eine Währungsumrechnung entfällt, da alle Investments in Euro denominiert sind.
Gebühren und Entgelte
| Posten | Betrag |
|---|---|
Investition (Anlegerseite) Conda verdient primär über Gebühren auf Seite der Startups (Kampagnengebühr); ob anlegerseits Transaktionsgebühren anfallen, wird nicht öffentlich ausgewiesen. | Keine Angabe |
Auszahlung / Wallet-Abhebung | Keine Angabe |
Zweitmarkt-Transaktionsgebühr Kein Zweitmarkt vorhanden. | Nicht verfügbar |
Inaktivitätsgebühr | Keine Angabe |
Währungsumrechnung Alle Investments erfolgen in Euro. | Entfällt |
Historische Rendite
Die Rendite von Conda ist strukturell nicht mit klassischen P2P-Zinszahlungen vergleichbar. Da die Plattform ausschließlich Eigenkapitalbeteiligungen an Startups anbietet, hängen potenzielle Erträge vollständig vom wirtschaftlichen Erfolg des jeweiligen Unternehmens ab. Im besten Fall profitieren Anleger von Gewinnbeteiligungen, Dividenden oder einem Wertzuwachs der Anteile. Im schlechtesten Fall — und dies ist bei Startup-Investments statistisch nicht selten — droht ein Totalverlust. Conda veröffentlicht keine aggregierten historischen Renditedaten oder Ausfallstatistiken, weshalb eine fundierte Renditebewertung auf Basis öffentlich zugänglicher Plattformdaten nicht möglich ist. Negative Bewertungen auf Trustpilot berichten von Insolvenzen finanzierter Unternehmen. Interessierte Anleger sollten daher ausschließlich Kapital einsetzen, dessen vollständigen Verlust sie verkraften können, und Conda-Investments stets als hochriskanten Baustein eines breit diversifizierten Portfolios betrachten. Dieser Text stellt keine Anlageberatung dar.
Für welchen Anleger ist Conda geeignet?
Equity-Investments in Startups sind mit einem hohen Totalverlustrisiko verbunden. Für sicherheitsorientierte Anleger, die Kapitalerhalt priorisieren, ist Conda nicht geeignet.
Auch für moderat risikofreudige Anleger ist Conda nur als sehr kleine Beimischung vertretbar. Fehlende Liquidität, kein Zweitmarkt und hohe Ausfallrisiken übersteigen ein moderates Risikoprofil.
Risikoaffine Anleger mit langem Anlagehorizont, die bewusst auf Startup-Beteiligungen setzen und Totalverluste einzelner Positionen einkalkulieren, können Conda als Ergänzung ihres Portfolios in Betracht ziehen.
Ist Conda sicher und reguliert?
Ist Conda seriös? Conda ist insofern seriös, als die Plattform eine gültige ECSP-Zulassung (Lizenznummer 596688h) der österreichischen Finanzmarktaufsicht (FMA) besitzt und damit unter dem regulatorischen Rahmen der EU-Verordnung (EU) 2020/1503 operiert. Die BaFin beaufsichtigt Conda nicht direkt; für deutsche Anleger ist die Plattform grenzüberschreitend tätig, die Aufsicht liegt bei der FMA in Wien. Eine Regulierung bedeutet jedoch nicht, dass Investitionen risikolos sind.
Es besteht keine gesetzliche Einlagensicherung für P2P- oder Equity-Crowdfunding-Investments. Schutzmechanismen wie Rückkaufgarantien (Buyback) oder Rückstellungsfonds existieren bei einem Equity-Modell strukturell nicht. Öffentlich bestätigte Audits liegen nach verfügbaren Informationen nicht vor. Negative Bewertungen auf Trustpilot berichten von Insolvenzen finanzierter Unternehmen und mangelnder Kommunikation seitens der Plattform. Anleger sollten das Informationsdokument jeder Kampagne sorgfältig lesen und das investierte Kapital als möglicherweise dauerhaft gebunden betrachten.
Lizenzen und Regulierung
| Regulierungsbehörde | Nummer | Land | Prüfen |
|---|---|---|---|
Finanzmarktaufsicht | 596688h | Österreich | Quelle |
Nutzerbewertungen
Alle Bewertungen ansehenWo Sie Conda finden
- Hauptsitz
- Wien, Österreich
Konkrete Kontaktdaten wie Support-E-Mail oder Telefonnummer sind auf Basis der vorliegenden Informationen nicht verfügbar; diese sind direkt auf conda.at einsehbar.