Capital Cell
Capital Cell ist eine ECSP-lizenzierte Equity-Crowdfunding-Plattform aus Barcelona für Startup-Investitionen ab 100 Euro.
- Gründungsjahr
- 2013
- Instrumente
- Anteile
- Sprachen
- Englisch, Spanisch, Französisch, Schwedisch
Über Capital Cell
Capital Cell ist eine spanische Equity-Crowdfunding-Plattform mit Sitz in Barcelona, die sich seit ihrer Gründung im Jahr 2013 auf Investitionen in Wachstumsstartups spezialisiert hat. Das Unternehmen hinter der Plattform ist die PFP Capital Cell SL. Capital Cell für deutsche Anleger ist insofern relevant, als die Plattform eine offizielle Zulassung als Schwarmfinanzierungsdienstleister nach der EU-Verordnung (EU) 2020/1503 (ECSP) besitzt – vergeben unter der Lizenznummer PSFP-12 durch die spanische Wertpapieraufsichtsbehörde CNMV (Comisión Nacional del Mercado de Valores). Durch den europäischen Pass kann Capital Cell grenzüberschreitend auch deutsche Privatanleger ansprechen, ohne eine gesonderte BaFin-Zulassung zu benötigen.
Das Geschäftsmodell von Capital Cell unterscheidet sich grundlegend von klassischen P2P-Kreditplattformen: Anleger erwerben keine Darlehen, sondern Eigenkapitalbeteiligungen (Equity) an Startups, überwiegend aus dem Technologie- und Life-Sciences-Bereich. Die Plattform versteht sich als Online-Community, die Wachstumsunternehmen mit Privatinvestoren verbindet. Der Einstieg ist bereits ab 100 Euro möglich, was eine niedrige Hürde für den Zugang zur Startup-Finanzierung darstellt.
Die angebotenen Investmentinstrumente sind ausschließlich Eigenkapitalbeteiligungen (Equity). Das bedeutet: Anleger werden zu Anteilseignern eines Startups und partizipieren an dessen Wertentwicklung – im Erfolgsfall durch Exit-Erlöse oder Dividenden, im Misserfolgsfall droht der Totalverlust des eingesetzten Kapitals. Es gibt weder eine Rückkaufgarantie (Buyback) noch einen Zweitmarkt, über den Anteile vorzeitig veräußert werden könnten. Auch ein Auto-Invest-Feature und eine mobile App stehen nicht zur Verfügung. Die Plattform richtet sich an Anleger, die aktiv Investitionsentscheidungen treffen möchten.
Hinsichtlich der Vertrauenssignale ist die ECSP-Zulassung durch die CNMV (Lizenznummer PSFP-12) das wichtigste regulatorische Merkmal. Die Plattform kommuniziert ihre Geschäfte in den Sprachen Englisch, Spanisch, Französisch und Schwedisch – Deutsch wird derzeit nicht als Oberflächensprache angeboten. Öffentliche, aggregierte Statistiken zu bisher finanziertem Volumen, Erfolgsquoten oder Renditen werden von Capital Cell nicht veröffentlicht. Dies schränkt die externe Bewertbarkeit der Plattformperformance erheblich ein und sollte bei der Anlageentscheidung berücksichtigt werden.
Wie funktioniert Capital Cell?
Anleger registrieren sich auf capitalcell.com, durchlaufen eine Identitätsprüfung (KYC) sowie einen Angemessenheitstest gemäß ECSP-Verordnung und zahlen anschließend Geld per Banküberweisung ein. Auf der Plattform werden einzelne Startup-Kampagnen präsentiert, in die Anleger ab 100 Euro investieren können. Da kein Auto-Invest verfügbar ist, müssen alle Investitionsentscheidungen manuell getroffen werden. Die Beteiligung erfolgt als Eigenkapital (Equity): Anleger werden Mitanteilseigner des jeweiligen Startups. Renditen entstehen erst, wenn ein Exit-Ereignis eintritt – etwa ein Unternehmensverkauf oder ein Börsengang. Ein Zweitmarkt für den vorzeitigen Verkauf von Anteilen existiert nicht, Kapitalbindungen können daher mehrere Jahre betragen.
Wie eröffnet man ein Konto bei Capital Cell?
- 1
Registrierung auf capitalcell.com
Rufen Sie capitalcell.com auf und klicken Sie auf den Anmelde-/Login-Button. Geben Sie Ihre E-Mail-Adresse und ein sicheres Passwort ein. Die Registrierung ist kostenlos. Da die Plattform auf Englisch, Spanisch, Französisch und Schwedisch verfügbar ist, empfiehlt sich die Nutzung auf Englisch für deutsche Nutzer.
- 2
Identitätsprüfung (KYC)
Im Rahmen der gesetzlich vorgeschriebenen Identifizierung (Know Your Customer) müssen Sie ein gültiges Ausweisdokument (Personalausweis oder Reisepass) sowie einen Adressnachweis hochladen. Dieser Schritt ist Voraussetzung für die Freischaltung des Anlegerkontos und dient der Geldwäscheprävention gemäß EU-Recht.
- 3
Angemessenheitstest (ECSP)
Gemäß der EU-ECSP-Verordnung (EU) 2020/1503 ist Capital Cell verpflichtet, die Angemessenheit der Investition für Privatanleger zu prüfen. Sie beantworten einen Fragebogen zu Ihren Kenntnissen, Erfahrungen und Ihrer finanziellen Situation. Bei mangelnder Eignung wird ein Warnhinweis angezeigt, der beachtet werden sollte.
- 4
Erste Einzahlung
Nach erfolgreicher Kontoaktivierung überweisen Sie Geld per SEPA-Banküberweisung auf Ihr Plattformkonto. Ein Mindestdepositum ist nicht explizit ausgewiesen, der Mindestanlagebetrag pro Kampagne beträgt 100 Euro. Beachten Sie die möglichen Bearbeitungszeiten von 1–3 Werktagen für SEPA-Überweisungen.
- 5
Erste Startup-Investition
Wählen Sie aus den aktuell laufenden Startup-Kampagnen und investieren Sie ab 100 Euro in ein Unternehmen Ihrer Wahl. Es gibt keinen Auto-Invest-Modus, alle Entscheidungen treffen Sie manuell. Lesen Sie das Basisinformationsblatt (KID) der jeweiligen Kampagne sorgfältig, bevor Sie investieren.
Ein- und Auszahlungen
- Einzahlungsmethoden
- SEPA-Banküberweisung
- Auszahlungsmethoden
- SEPA-Banküberweisung
- Einzahlungsdauer
- 1–3 Werktage
- Auszahlungsdauer
- Keine Angabe
Capital Cell veröffentlicht keine detaillierten Angaben zu Gebühren für Ein- oder Auszahlungen. Da die Plattform in Euro operiert, entfallen Währungsumrechnungskosten für Anleger aus dem Euroraum. Auszahlungen des investierten Kapitals sind in der Regel erst nach einem Exit-Ereignis des Startups möglich, nicht auf Abruf.
Gebühren und Entgelte
| Posten | Betrag |
|---|---|
Investition in Startup-Kampagne Capital Cell veröffentlicht keine konkrete Gebührentabelle für Anleger. | Keine Angabe |
Einzahlung (SEPA) | Keine Angabe |
Auszahlung | Keine Angabe |
Zweitmarkt Es existiert kein Zweitmarkt; eine vorzeitige Anteilsveräußerung ist nicht möglich. | Nicht verfügbar |
Währungswechsel Alle Investitionen sind in Euro denominiert. | Entfällt |
Historische Rendite
Die Rendite von Capital Cell ist strukturell an den Erfolg der finanzierten Startups geknüpft. Da es sich ausschließlich um Eigenkapitalbeteiligungen handelt, realisieren Anleger Gewinne typischerweise erst bei einem Exit-Ereignis – etwa einem Unternehmensverkauf, einem Börsengang oder einer Übernahme. Solche Ereignisse können viele Jahre auf sich warten lassen oder vollständig ausbleiben. Capital Cell veröffentlicht keine aggregierten Statistiken zu historischen Renditen, Ausfallquoten oder durchschnittlichen Haltedauern. Konkrete Renditezahlen können daher auf dieser Grundlage nicht genannt werden. Grundsätzlich gilt für Startup-Investments: Das Verlustrisiko ist sehr hoch, da ein Großteil der Startups scheitert. Im Erfolgsfall können Renditen jedoch erheblich über denen klassischer Anlageklassen liegen. Eine sorgfältige Diversifikation über mehrere Kampagnen ist ratsam, schützt jedoch nicht vor dem Totalverlust.
Für welchen Anleger ist Capital Cell geeignet?
Konservative Anleger sollten Capital Cell meiden. Startup-Equity birgt ein hohes Totalverlustrisiko, lange Kapitalbindung und keinerlei Einlagensicherung oder Rückkaufgarantie – ungeeignet für sicherheitsorientierte Portfolios.
Für moderate Anleger ist Capital Cell allenfalls als sehr kleiner Portfolioanteil denkbar. Die fehlende Liquidität, hohe Ausfallwahrscheinlichkeit und mangelnde Transparenz bei Kennzahlen machen eine nennenswerte Allokation riskant.
Risikofreudige Anleger mit langem Zeithorizont und Erfahrung mit Startup-Investments können Capital Cell als Beimischung nutzen, sollten jedoch breit diversifizieren und nur Kapital einsetzen, dessen Totalverlust sie verkraften können.
Ist Capital Cell sicher und reguliert?
Ist Capital Cell seriös? Capital Cell ist insofern seriös, als die Plattform eine offizielle Zulassung als Schwarmfinanzierungsdienstleister (ECSP) unter der Lizenznummer PSFP-12 der spanischen Wertpapieraufsicht CNMV besitzt. Die EU-Verordnung (EU) 2020/1503 schreibt Plattformen unter anderem Transparenzpflichten, Angemessenheitsprüfungen und die Ausstellung von Basisinformationsblättern (KID) vor. Durch den europäischen Pass ist Capital Cell berechtigt, auch deutschen Privatanlegern Dienstleistungen anzubieten; die BaFin beaufsichtigt die Plattform selbst nicht direkt.
Schutzmechanismen wie eine Rückkaufgarantie (Buyback) oder einen Rückstellungsfonds gibt es bei Equity-Investments strukturell nicht. Öffentlich bestätigte Audits oder institutionelle Partner sind im vorliegenden Datensatz nicht dokumentiert. Wichtig: Es besteht keine gesetzliche Einlagensicherung für P2P- oder Equity-Crowdfunding-Investments. Im Fall einer Insolvenz des finanzierten Startups droht der Totalverlust der Anlagesumme. Auch eine Insolvenz der Plattform selbst würde die Anlegerposition gefährden.
Lizenzen und Regulierung
| Regulierungsbehörde | Nummer | Land | Prüfen |
|---|---|---|---|
Comisión Nacional del Mercado de Valores | PSFP-12 | Spanien | Quelle |
Nutzerbewertungen
Alle Bewertungen ansehenWo Sie Capital Cell finden
- Hauptsitz
- Barcelona, Spanien
Konkrete Support-Kontaktdaten wie E-Mail-Adresse oder Telefonnummer sind öffentlich nicht bestätigt – bitte wenden Sie sich direkt über das Kontaktformular auf capitalcell.com an den Kundendienst.