Blast Club
Blast Club ist eine französische ECSP-lizenzierte Startup-Equity-Plattform aus Paris, die Investitionen ab 1.000 € ermöglicht.
- Gründungsjahr
- 2022
- Instrumente
- Anteile
- Sprachen
- Englisch
Über Blast Club
Blast Club ist eine französische Startup-Investitionsplattform, die 2022 in Paris gegründet wurde und deutschen Anlegern die Möglichkeit bietet, sich ab 1.000 Euro direkt an Wachstumsstartups zu beteiligen. Das Unternehmen hinter der Plattform ist die Blast SAS mit Sitz in Paris, Frankreich. Blast Club für deutsche Anleger ist grenzüberschreitend tätig und verfügt über eine Zulassung als Schwarmfinanzierungsdienstleister (European Crowdfunding Service Provider, ECSP) unter der EU-Verordnung (EU) 2020/1503, erteilt von der Autorité des Marchés Financiers (AMF) in Frankreich unter der Lizenznummer 915236640. Die BaFin beaufsichtigt Blast Club nicht direkt, jedoch gilt die ECSP-Zulassung EU-weit über den europäischen Pass.
Das Geschäftsmodell von Blast Club unterscheidet sich von klassischen P2P-Kredit- oder Crowdlending-Plattformen: Statt verzinslicher Darlehen erwerben Anleger Eigenkapitalanteile (Equity) an ausgewählten Wachstumsstartups. Die Plattform versteht sich als Online-Community für Startup-Investitionen und bringt Privatanleger direkt mit Gründern zusammen, die eine Wachstumsfinanzierung anstreben. Das Plattformangebot richtet sich laut eigener Darstellung an Retail-Investoren, also auch an nicht-professionelle Anleger.
Alle Investitionen auf Blast Club sind in Euro denominiert. Ein Auto-Invest-Funktion, ein Zweitmarkt oder eine mobile App stehen nach aktuellem Stand nicht zur Verfügung. Die Plattform kommuniziert primär auf Englisch; eine deutschsprachige Oberfläche ist derzeit nicht vorhanden. Öffentlich zugängliche aggregierte Statistiken zu bisherigen Finanzierungsrunden oder Deal-Flow-Historien werden von Blast Club nicht veröffentlicht, was die externe Bewertung der bisherigen Performance einschränkt.
Blast Club positioniert sich als Community-Plattform: Anleger erhalten nicht nur Zugang zu Startup-Deals, sondern sind Teil eines Netzwerks aus gleichgesinnten Investoren. Dieses Modell kann für erfahrene Anleger attraktiv sein, die ihr Portfolio um frühe Beteiligungen an europäischen Wachstumsunternehmen erweitern möchten. Gleichzeitig ist das Risikoprofil von Equity-Investitionen in Startups erheblich: Totalverluste sind möglich, da Startups ein statistisch hohes Insolvenzrisiko aufweisen und Exits erfahrungsgemäß viele Jahre in Anspruch nehmen.
Für deutsche Anleger, die Blast Club Erfahrungen suchen, ist zu beachten: Die Plattform ist jung (gegründet 2022), keine Trustpilot-Bewertungen liegen vor, und es existiert keine Android-App. Interessenten sollten die fehlende Einlagensicherung, die eingeschränkte Liquidität und den langfristigen Zeithorizont von Startup-Equity-Investitionen sorgfältig abwägen, bevor sie investieren.
Wie funktioniert Blast Club?
Anleger registrieren sich auf blastclub.com, durchlaufen eine Identitätsprüfung (KYC) und absolvieren den vorgeschriebenen Angemessenheitstest gemäß ECSP-Regulierung. Nach der Kontoeröffnung können Anleger die auf der Plattform präsentierten Startup-Deals einsehen und ab einem Mindestbetrag von 1.000 Euro eine direkte Eigenkapitalbeteiligung zeichnen. Die Investments sind in Euro denominiert. Ein automatischer Investitionsprozess (Auto-Invest) steht nicht zur Verfügung, sodass jede Investitionsentscheidung manuell getroffen wird. Zinszahlungen wie bei Kreditprodukten gibt es nicht — Erträge entstehen ausschließlich durch einen späteren Exit (z. B. Unternehmensverkauf, IPO). Ein Zweitmarkt für den vorzeitigen Verkauf von Anteilen ist derzeit nicht vorhanden, was die Liquidität stark einschränkt. Auszahlungen erfolgen im Regelfall erst beim Exit des jeweiligen Startups.
Wie eröffnet man ein Konto bei Blast Club?
- 1
Registrierung auf blastclub.com
Rufen Sie blastclub.com auf und erstellen Sie ein Konto mit Ihrer E-Mail-Adresse. Die Anmeldung und der Login erfolgen über die Website. Eine mobile App steht derzeit nicht zur Verfügung. Die Plattformkommunikation läuft auf Englisch.
- 2
Identitätsprüfung (KYC)
Laden Sie ein gültiges Ausweisdokument (z. B. Personalausweis oder Reisepass) sowie ggf. einen Adressnachweis hoch. Die Prüfung ist gesetzlich vorgeschrieben und dient der Geldwäscheprävention gemäß EU-Vorgaben. Der Prozess dauert in der Regel wenige Werktage.
- 3
Angemessenheitstest (ECSP)
Gemäß der EU-ECSP-Verordnung müssen Retail-Investoren vor der ersten Investition einen Angemessenheitstest absolvieren. Dabei werden Kenntnisse, Erfahrungen und finanzielle Situation abgefragt. Bei unerfahrenen Anlegern erfolgt ein Risikohinweis.
- 4
Erste Einzahlung
Überweisen Sie den gewünschten Betrag per SEPA-Banküberweisung auf Ihr Plattformkonto. Die Mindesteinzahlung orientiert sich am Mindestinvestitionsbetrag von 1.000 Euro. Beachten Sie, dass Einzahlungen auf Plattformkonten keine Einlagensicherung genießen.
- 5
Erste Investition auswählen
Wählen Sie manuell aus den verfügbaren Startup-Deals aus und zeichnen Sie Ihre Beteiligung ab 1.000 Euro. Lesen Sie das Informationsblatt (KID) des jeweiligen Angebots sorgfältig, bevor Sie eine Investitionsentscheidung treffen.
Ein- und Auszahlungen
- Einzahlungsmethoden
- SEPA-Banküberweisung
- Auszahlungsmethoden
- Banküberweisung auf hinterlegtes Konto
- Einzahlungsdauer
- 1–3 Werktage
- Auszahlungsdauer
- Keine Angabe
- Mindesteinzahlung
- 1000 €
Blast Club akzeptiert nach aktuellem Stand Einzahlungen per SEPA-Überweisung. Da es sich um Equity-Investitionen handelt, sind Rückzahlungen an das Anlegerkonto primär von Exit-Ereignissen der Startups abhängig — nicht von der Plattform selbst steuerbar. Konkrete Angaben zu Gebühren einzelner Zahlungsmethoden werden öffentlich nicht ausgewiesen.
Gebühren und Entgelte
| Posten | Betrag |
|---|---|
Investition (Zeichnung) Blast Club veröffentlicht keine detaillierte öffentliche Gebührenübersicht. Anleger sollten die Plattformbedingungen vor der Investition prüfen. | Keine Angabe |
Carried Interest / Erfolgsgebühr Bei Equity-Plattformen ist eine Erfolgsbeteiligung (Carried Interest) beim Exit üblich. Konkrete Sätze wurden nicht veröffentlicht. | Keine Angabe |
Verwaltungsgebühr | Keine Angabe |
Zweitmarkt Ein Zweitmarkt existiert derzeit nicht. | Nicht verfügbar |
Auszahlung / Überweisung | Keine Angabe |
Historische Rendite
Die Rendite von Blast Club ergibt sich nicht aus laufenden Zinszahlungen, sondern aus dem Wertzuwachs der erworbenen Eigenkapitalanteile und einem späteren Exit-Erlös. Historische Renditedaten oder eine durchschnittliche Portfoliorendite werden von Blast Club öffentlich nicht ausgewiesen. Eine Bewertung auf Basis tatsächlicher Exit-Ergebnisse ist daher aktuell nicht möglich. Grundsätzlich gilt für Startup-Equity-Investitionen: Das Renditepotenzial kann erheblich sein, wenn ein Startup erfolgreich skaliert oder übernommen wird. Gleichzeitig ist das Risiko eines Totalverlusts real, da ein Großteil der Startups scheitert. Anleger sollten Blast Club-Investments als hochspekulativen, illiquiden Portfoliobaustein betrachten und nur Kapital investieren, dessen vollständigen Verlust sie verkraften können. Ein diversifiziertes Portfolio über mehrere Startups und Anlageklassen hinweg wird empfohlen. Dies ist keine Anlageberatung.
Für welchen Anleger ist Blast Club geeignet?
Startup-Equity-Investitionen sind hochriskant und illiquide. Konservative Anleger, die Kapitalerhalt und Planbarkeit priorisieren, sollten Blast Club meiden.
Moderate Anleger können Blast Club allenfalls als sehr kleinen Beimisch in ein breit diversifiziertes Portfolio einbinden, sollten jedoch das Totalverlustrisiko einkalkulieren.
Risikoaffine Anleger mit langem Zeithorizont und Erfahrung im Startup-Umfeld können Blast Club als Baustein zur Startup-Diversifikation nutzen — bei bewusstem Liquiditätsverzicht.
Ist Blast Club sicher und reguliert?
Ist Blast Club seriös? Blast Club ist insofern seriös, als die Plattform über eine offizielle ECSP-Zulassung der Autorité des Marchés Financiers (AMF) in Frankreich verfügt (Lizenznummer 915236640) und damit unter der EU-Verordnung (EU) 2020/1503 über Schwarmfinanzierungsdienstleister operiert. Über den europäischen ECSP-Pass darf Blast Club auch deutschen Anlegern Investitionen anbieten, ohne einer direkten BaFin-Aufsicht zu unterliegen.
Als Schutzmechanismen sind die gesetzlich vorgeschriebene Anlegertransparenz (Basisinformationsblätter je Angebot), der Angemessenheitstest für Retail-Investoren sowie KYC-Pflichten zu nennen. Eine Rückkaufgarantie (Buyback) existiert bei Equity-Plattformen strukturell nicht.
WICHTIG: Investitionen bei Blast Club unterliegen KEINER gesetzlichen Einlagensicherung. Im Falle einer Insolvenz der Plattform oder eines Portfoliounternehmens besteht das Risiko eines Totalverlusts. Öffentlich bestätigte Audits oder institutionelle Partner sind aus den verfügbaren Daten nicht bekannt. Die Plattform ist jung (gegründet 2022) und verfügt über eine begrenzte nachweisbare Track-Record. Anleger sollten dies bei ihrer Risikobewertung berücksichtigen.
Lizenzen und Regulierung
| Regulierungsbehörde | Nummer | Land | Prüfen |
|---|---|---|---|
Autorité des Marchés Financiers | 915236640 | Frankreich | Quelle |
Nutzerbewertungen
Alle Bewertungen ansehenWo Sie Blast Club finden
- Hauptsitz
- Paris, Frankreich
Konkrete Kontaktdaten wie Support-E-Mail oder Telefonnummer wurden öffentlich nicht ausgewiesen; Anleger können Blast Club über die Kontaktfunktion auf blastclub.com oder über die LinkedIn-Präsenz erreichen.